DIE SPHÄRE DER ERHÖHUNG
“Jesus führt sie auf einen hohen Berg abseits für sich allein.”
Markus 9:2
Wir alle haben Zeiten auf dem Berg erlebt, in denen wir die Dinge von Gottes Standpunkt aus gesehen haben und dort bleiben wollten; aber Gott wird unseren Verbleib dort niemals erlauben. Der Prüfstein unseres geistlichen Lebens ist unsere Kraft zum Hinabsteigen; wenn wir nur die Kraft zum Aufstieg haben, stimmt etwas nicht. Das Zusammensein mit Gott auf dem Berg ist etwas Großes, aber ein Mensch gelangt nur dorthin zum anschließenden Hinabsteigen zu den vom Teufel Besessenen und zu ihrer Emporhebung. Wir sind nicht für die Berge und die Morgendämmerungen und ästhetischen Verwandtschaften geschaffen, jene sind für Augenblicke der Inspiration, mehr nicht. Wir sind für das Tal geschaffen, für den gewöhnlichen Stoff unseres Lebens, und dort müssen wir unsere Tüchtigkeit beweisen. Geistlicher Egoismus will immer wiederkehrende Augenblicke auf dem Berg. Wir fühlen uns fähig wie Engel zu reden und wie Engel zu leben, wenn wir nur auf dem Berg bleiben könnten. Die Zeiten der Erhöhung sind außergewöhnlich, sie haben ihre Bedeutung in unserem Leben mit Gott, aber wir müssen uns vor dem sie zur einzigen Zeit machen wollenden geistlichen Egoismus hüten.
Wir sind geneigt alles Geschehen als in nützliche Lehre umzuwandelnd anzusehen, es soll in etwas Besseres als Lehre, in Charakter nämlich, verwandelt werden. Der Berg soll uns nichts lehren, er soll etwas aus uns machen. In der Frage liegt eine große Falle — Wozu ist es gut? In geistlichen Dingen können wir niemals auf dieser Linie rechnen. Die Augenblicke auf den Berggipfeln sind seltene Augenblicke, und sie sind für etwas in Gottes Vorsatz bestimmt.