Tägliche Andacht

WENN ER GEKOMMEN IST

Und wenn Er gekommen ist, wird Er die Welt von Sünde überführen. . . .

Johannes 16:8 (R.V.)

Sehr wenige von uns wissen etwas über Sündenerkenntnis; wir kennen die Erfahrung der Beunruhigung wegen begangenen Unrechts; aber die Sündenerkenntnis durch den Heiligen Geist löscht jede Beziehung auf Erden aus und lässt nur eine Beziehung übrig — "Gegen Dich, Dich allein, habe ich gesündigt!" Wenn ein Mensch auf diese Weise Sünde erkennt, weiß er mit jeder Kraft seines Gewissens um die Unmöglichkeit seiner Vergebung durch Gott; wenn Gott ihm doch vergäbe, hätte der Mensch einen stärkeren Gerechtigkeitssinn als Gott. Gott vergibt tatsächlich, aber Seine Befähigung dazu kostete das Zerreißen Seines Herzens im Tod Christi. Das große Wunder der Gnade Gottes ist Seine Vergebung der Sünde, und allein der Tod Jesu Christi befähigt die göttliche Natur zu vergeben und dabei Sich selbst treu zu bleiben. Gottes Vergebung unserer selbst aus Seiner Liebe zu behaupten ist oberflächlicher Unsinn. Nach der Sündenerkenntnis werden wir dies nie wieder sagen. Die Liebe Gottes bedeutet Golgatha, und nichts Geringeres; die Liebe Gottes wird am Kreuz buchstabiert und nirgendwo sonst. Die einzige Grundlage für Gottes mögliche Vergebung an mich ist durch das Kreuz meines Herrn gegeben. Wo diese Grundlage gegeben ist, ist Sein Gewissen befriedigt.

Vergebung bedeutet nicht bloß meine Rettung aus der Hölle und meine Zubereitung für den Himmel (kein Mensch würde Vergebung auf einer solchen Ebene annehmen); Vergebung bedeutet mein Hineinvergebensein in eine neu geschaffene Beziehung, in die Identifikation mit Gott in Christus. Das Wunder der Erlösung ist Gottes Verwandlung meiner selbst, des Unheiligen, in den Maßstab Seiner selbst, des Heiligen, durch das Hineinlegen einer neuen Gesinnung in mich, der Gesinnung Jesu Christi.

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Beginne jeden Tag mit einer stillen Zeit, die auf Christus ausgerichtet ist.

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