GLAUBENSPROGRAMM
“Glaubst du dies?”
Johannes 11:26
Martha glaubte an die Jesus Christus zur Verfügung stehende Macht, sie glaubte an Seine Fähigkeit zur Heilung ihres Bruders bei Seiner Anwesenheit; sie glaubte auch an Jesu besondere Vertrautheit[1] mit Gott und an Gottes Erfüllung all dessen, worum Jesus Ihn bat; doch sie brauchte eine engere persönliche Vertrautheit mit Jesus. Marthas Glaubensprogramm hatte seine Erfüllung in der Zukunft; Jesus führte sie weiter bis zum persönlichen Besitz ihres Glaubens, und dann trat er langsam als bestimmtes Erbe hervor — "Herr, ja ich glaube, Du bist der Christus. . . "
Gibt es etwas Derartiges im Umgang des Herrn mit dir? Erzieht Jesus dich zu einer persönlichen Vertrautheit mit Ihm selbst? Lass Ihn Seine Frage an dich herandrücken — "Glaubst du dies?" Was ist deine Feuerprobe des Zweifels? Bist du, ähnlich Martha, an die überwältigende Passage deiner Umstände unmittelbar vor dem Hervortreten deines Glaubensprogramms als persönlicher Glaube gelangt? Dies kann niemals geschehen bis aus einem persönlichen Problem ein persönliches Bedürfnis entsteht.
Glauben heißt sich verpflichten. Im Programm gedanklichen Glaubens verpflichte mich, und gebe alles nicht auf jene Verpflichtung Bezogene auf. Im persönlichen Glauben verpflichte ich mich sittlich auf diesen Weg des Vertrauens und lehne jeden Kompromiss mit irgendeinem anderen ab; und im bestimmten Glauben verpflichte ich mich geistlich Jesus Christus gegenüber, und entschließe mich in jener Sache allein vom Herrn beherrscht zu werden.
Beim Gegenüberstehen von Angesicht zu Angesicht mit Jesus Christus und Seiner Frage an mich — "Glaubst du dies?" finde ich den Glauben so natürlich wie das Atmen, und bin erschüttert über meine frühere Dummheit Ihm nicht zu vertrauen.