KEIN BISSCHEN!
“Wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung: alte Dinge sind vergangen.”
2 Korinther 5:17
Unser Herr hegt unsere Vorurteile niemals, Er tötet sie ab, läuft ihnen geradewegs entgegen. Wir bilden uns ein besonderes Interesse Gottes an unseren besonderen Vorurteilen ein; wir sind ganz sicher von Gott niemals so behandelt zu werden wie andere Menschen von Ihm behandelt werden müssen. "Mit anderen Menschen muss Gott sehr streng umgehen, aber natürlich weiß Er um die völlige Richtigkeit meiner Vorurteile." Wir müssen lernen — "Kein bisschen!" Statt auf der Seite unserer Vorurteile zu stehen, wischt Gott sie vorsätzlich aus. Zu unserer sittlichen Erziehung gehören die geradlinige Durchkreuzung unserer Vorurteile durch Seine Vorsehung, und unsere Beobachtung Seines Vorgehens. Gott hat vor nichts von dem von uns zu Ihm Gebrachten Achtung. Gott will von uns nur eine Sache, und das ist unsere bedingungslose Übergabe.
Wenn wir von Neuem geboren werden, beginnt der Heilige Geist Seine neue Schöpfung in uns zu wirken, und es wird eine Zeit ohne das geringste Stück der alten Ordnung kommen, der alte Ernst verschwindet, die alte Haltung gegenüber Dingen verschwindet, und "alle Dinge sind von Gott." Wie erlangen wir das Leben ohne Begierde, ohne Eigennutz, ohne Empfindlichkeit gegenüber Sticheleien und jene Liebe, die sich nicht reizen lässt, nichts Böses denkt, stets gütig ist? Der einzige Weg ist das Verschwindenlassen auch des letzten Bisschens alten Lebens; übrig bleibt nur schlichtes vollkommenes Vertrauen auf Gott, bei dem wir Gottes Segnungen nicht mehr wollen, sondern nur Ihn selbst. Sind wir zu einem selbst beim möglichen Entzug Seiner Segnungen durch Gott unbeeinträchtigten Vertrauen auf Ihn gelangt? Haben wir Gott einmal am Werk gesehen, werden wir uns niemals den Kopf über Geschehnisse zerbrechen, weil wir tatsächlich unserem für die Welt unsichtbaren Vater im Himmel vertrauen.