DIE AUSSCHLIESSLICHKEIT CHRISTI
“Komm zu Mir.”
Matthäus 11:28
Ist die uns mitgeteilte Notwendigkeit unseres Kommens zu Jesus nicht demütigend! Denke an unsere vor Jesus Christus zurückgehaltenen Dinge. Willst du den Grad deiner Echtheit erkennen, prüfe dich an diesen Worten — "Komm zu Mir." Soweit du unecht bist, wirst du lieber streiten als kommen, wirst du lieber Einwände machen als kommen, wirst du lieber durch Kummer gehen als kommen, wirst du alles der Zurücklegung der letzten Wegstrecke unaussprechlicher Torheit vorziehen — "So wie ich bin[1]." Solange du auch nur das kleinste bisschen geistliche Unverschämtheit hast, zeigt sie sich stets in deiner Erwartung einer göttlichen Aufforderung zu einer großen Sache, und Gottes einzige Aufforderung gilt deinem "Kommen."
"Komm zu Mir." Beim Hören dieser Worte wirst du die Notwendigkeit eines Geschehens in dir vor deinem Kommen erkennen. Der Heilige Geist wird dir das zu Tuende zeigen, alles überhaupt zum Ansetzen der Axt an die Wurzel der dich am Durchkommen hindernden Sache. Vor deiner Willigkeit zum Tun jener einen Sache wirst du niemals weiterkommen. Der Heilige Geist wird das eine Uneinnehmbare in dir ausfindig machen, aber vor deiner willigen Zulassung Seines Handelns kann Er es nicht bewegen.
Wie oft bist du mit deinen Bitten zu Gott gekommen und mit dem Gefühl fortgegangen — Nun, gut, dieses Mal habe ich es getan! Und doch gehst du mit nichts fort, während Gott die ganze Zeit die Hände nicht nur zu deiner Annahme ausgestreckt hielt, sondern zu Seiner Aufnahme durch dich. Denke an die unbezwingbare, unüberwindliche, unermüdliche Geduld Jesu — "Komm zu Mir."