DER HANG DER WIEDERGEBURT
“Als es Gott gefiel . . . Seinen Sohn in mir zu offenbaren.”
Galater 1:15, 16
Wenn Jesus Christus mich wiedergebären soll, welchem Problem steht Er gegenüber? Mein Erbe kam ohne mein Mitspracherecht zustande; ich bin nicht heilig, wahrscheinlich werde ich es auch nicht; und wäre Jesu Christi ganze Fähigkeit nur die Forderung meiner Heiligkeit, pflanzte Seine Lehre Verzweiflung. Aber ist Jesus Christus ein Wiedergebärer, Einer mit der Fähigkeit zur Einpflanzung Seines eigenen Erbes der Heiligkeit in mich, dann beginne ich das von Ihm mit Seiner Forderung meiner Heiligkeit verfolgte Ziel zu erkennen. Erlösung bedeutet Jesu Christi Fähigkeit zur Einpflanzung der in Ihm selbst vorhandenen erblichen Gesinnung in jeden Menschen, und alle von Ihm gegebenen Maßstäbe beruhen auf dieser Gesinnung: Seine Lehre ist für das von Ihm hineingelegte Leben. Die sittliche Transaktion meinerseits ist Übereinstimmung mit Gottes Urteil über Sünde im Kreuz Jesu Christi.
Die neutestamentliche Lehre über Wiedergeburt besagt bei einem vom Bedürfnisbewusstsein getroffenen Menschen, Gott werde den Heiligen Geist in seinen Geist legen, und sein persönlicher Geist werde durch den Geist des Sohnes Gottes belebt, "bis Christus in euch Gestalt gewinnt." Das sittliche Wunder der Erlösung ist Gottes Einpflanzung einer neuen Gesinnung in mich zur Führung eines völlig neuen Lebens. Erreiche ich die Grenze des Bedürfnisses und erkenne meine Begrenzungen, sagt Jesus — "Selig bist du." Aber ich muss dorthin gelangen. Gott kann in mich, ein verantwortliches sittliches Wesen, die Ohne mein Bewusstsein ihrer Notwendigkeit kann Gott mir die in Jesus Christus vorhandene Gesinnung nicht einpflanzen.
So wie die Gesinnung der Sünde durch einen Menschen in das Menschengeschlecht kam, so kam der Heilige Geist durch einen anderen Menschen in das Menschengeschlecht; und Erlösung bedeutet meine mögliche Befreiung vom Sündenerbe und den möglichen Empfang eines unbefleckten Erbes durch Jesus Christus, nämlich, den Heiligen Geist.