DIE UNTADELIGE HALTUNG
“Wenn . . . du dich erinnerst dass dein Bruder etwas gegen dich hat. . . .”
Matthäus 5:23
Erinnerst du dich beim Kommen zum Altar daran, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann gilt nicht — Wenn du durch krankhafte Empfindlichkeit etwas hervorkehrst, sondern — "Wenn du dich erinnerst," das heißt, wenn es dir durch den Geist Gottes bewusst gemacht wird: "versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, und dann komm und bringe deine Gabe dar." Wende dich niemals gegen die intensive Empfindlichkeit des Geistes Gottes in dir bei Seiner Erziehung bis hinunter zum kleinsten Gewissensbedenken.
"Versöhne dich zuerst mit deinem Bruder . . ." Die Anweisung Unseres Herrn ist einfach, "versöhne dich zuerst." Geh den Weg zurück den du gekommen bist, geh den Weg der dir durch die am Altar gegebene Überzeugung angezeigt wird; habe gegenüber demjenigen der etwas gegen dich hat eine Haltung des Verstandes und eine Gemütsart der Seele die Versöhnung so natürlich wie Atmen macht. Jesus erwähnt die andere Person nicht, Er sagt — du gehst. Es ist keine Frage deiner Rechte. Das Kennzeichen des Heiligen ist dass er auf seine eigenen Rechte verzichten und dem Herrn Jesus gehorchen kann.
"Und dann komm und bringe deine Gabe dar." Der Prozess ist deutlich markiert. Zuerst, der heldenhafte Geist der Selbstaufopferung, dann das plötzliche Anhalten durch die Empfindlichkeit des Heiligen Geistes, und der Halt am Punkt der Überzeugung, dann der Weg des Gehorsams gegenüber dem Wort Gottes, der eine untadelige Verstandeshaltung und Gemütsart zu demjenigen aufbaut gegenüber dem du im Unrecht gewesen bist; dann das frohe, einfache, ungehinderte Darbringen deiner Gabe an Gott.