DIE WASSER DER ZUFRIEDENSTELLUNG VERSTREUT
“Dennoch wollte er nicht davon trinken, sondern goss es dem Herrn aus.”
2 Samuel 23:16
Was ist kürzlich für dich wie Wasser aus dem Brunnen von Bethlehem gewesen — Liebe, Freundschaft, geistlicher Segen? Dann nimmst du es auf Gefahr deiner Seele, um dich selbst zufriedenzustellen. Wenn du es tust, kannst du es nicht vor dem Herrn ausgießen. Du kannst Gott niemals das heiligen womit du dich selbst zufriedenzustellen verlangst. Wenn du dich selbst mit einem Segen von Gott zufriedenstellst, wird er dich verderben; du musst ihn opfern, ihn ausgießen, mit ihm tun was der gesunde Menschenverstand eine absurde Verschwendung nennt.
Wie soll ich natürliche Liebe oder geistlichen Segen dem Herrn ausgießen? Nur auf eine Weise — in der Entschlossenheit meines Verstandes. Bestimmte Handlungen anderer Menschen wären ohne Gotteskenntnis niemals annehmbar, weil ihre Vergeltung außerhalb menschlicher Macht liegt. Aber sobald ich sage — Dies ist zu groß und würdig für mich, überhaupt nicht für einen Menschen bestimmt, ich muss es dem Herrn ausgießen, dann gießen sich diese Dinge ringsum in Strömen lebendigen Wassers aus. Solange diese Dinge nicht tatsächlich vor dem Herrn ausgegossen sind, gefährden sie sowohl meine Lieben als auch mich selbst durch ihre Verwandlung in Begierde. Auch bei weder schmutzigen noch niederträchtigen Dingen können wir begehrlich sein. Liebe muss den Verklärungspunkt ihres Ausgegossenwerdens vor dem Herrn erreichen.
Bist du bitter und sauer geworden, liegt es an deinem Ergreifen des von Gott gegebenen Segens für dich selbst; hättest du ihn hingegen dem Herrn ausgegossen, wärst du der lieblichste Mensch diesseits des Himmels gewesen. Wenn du Segnungen immer für dich selbst nimmst und niemals lernst etwas dem Herrn auszugießen, wird der Horizont anderer Menschen durch dich nicht erweitert.