Tägliche Andacht

HERRSCHAFT ÜBER DEN GLAUBENDEN

Ihr nennt Mich Meister und Herr: und ihr sagt recht; denn Ich bin es.

Johannes 13:13

Unser Herr besteht niemals darauf Autorität zu haben; Er sagt nie — Du sollst. Er lässt uns vollkommen frei — so frei dass wir Ihm ins Gesicht spucken können, wie Menschen es taten; so frei dass wir Ihn zu Tode bringen können, wie Menschen es taten; und Er wird niemals ein Wort sagen. Aber wenn Sein Leben durch Seine Erlösung in mir geschaffen worden ist erkenne ich augenblicklich Sein Recht auf absolute Autorität über mich. Es ist eine moralische Herrschaft — "Du bist würdig . . ." Es ist nur das Unwürdige in mir das sich weigert sich vor dem Würdigen zu beugen. Wenn ich sobald ich einem Menschen begegne der heiliger als ich ist, seine Würdigkeit nicht anerkenne und dem gehorche was durch ihn kommt, ist es eine Offenbarung des Unwürdigen in mir. Gott erzieht uns mittels Menschen die ein wenig besser als wir sind, nicht intellektuell sondern "heiligerweise," bis wir unter die Herrschaft des Herrn selbst gelangen, und dann ist die gesamte Haltung des Lebens eine des Gehorsams Ihm gegenüber.

Wenn Unser Herr auf Gehorsam bestünde würde Er ein Zuchtmeister werden, und Er würde aufhören irgendeine Autorität zu besitzen. Er besteht nie auf Gehorsam, aber wenn wir Ihn wirklich sehen gehorchen wir Ihm augenblicklich, Er ist ganz von selbst Herr, und wir leben von morgens bis abends in Anbetung vor Ihm. Mein Wachstum in der Gnade offenbart sich in der Art wie ich den Gehorsam betrachte. Wir müssen das Wort "Gehorsam" aus dem Schlamm retten. Gehorsam ist nur zwischen Gleichen möglich; es ist die Beziehung zwischen Vater und Sohn, nicht zwischen Meister und Diener. "Ich und Mein Vater sind eins." "Obwohl Er ein Sohn war, lernte Er doch Gehorsam durch die Dinge die Er litt." Der Gehorsam des Sohnes war als Erlöser, weil Er Sohn war, nicht um Sohn zu sein.

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Beginne jeden Tag mit einer stillen Zeit, die auf Christus ausgerichtet ist.

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