SICH SELBST IN DEN FEUERN DES SCHMERZES EMPFANGEN
“Was soll Ich sagen? Vater, rette Mich, aus dieser Stunde? Doch um dieser Ursache willen kam Ich zu dieser Stunde. Vater, verherrliche Deinen Namen.”
Johannes 12:27-29 (R.V.)
Meine Haltung als Heiliger gegenüber Schmerz und Schwierigkeit ist nicht zu bitten dass sie verhindert werden mögen, sondern zu bitten dass ich durch jedes Feuer des Schmerzes das Selbst bewahren möge zu dem Gott mich erschuf. Unser Herr empfing sich selbst im Feuer des Schmerzes, Er wurde nicht vor der Stunde gerettet, sondern aus der Stunde.
Wir sagen dass es keinen Schmerz geben sollte, doch es gibt Schmerz, und wir müssen uns selbst in seinen Feuern empfangen. Wenn wir versuchen Schmerz zu umgehen, uns weigern ihn einzukalkulieren, sind wir töricht. Schmerz ist eine der größten Tatsachen im Leben; es nützt nichts zu sagen Schmerz sollte nicht sein. Sünde und Schmerz und Leiden sind, und wir dürfen nicht sagen dass Gott einen Fehler gemacht hat als Er sie zuließ.
Schmerz verbrennt eine große Menge Oberflächlichkeit, doch er macht einen Menschen nicht immer besser. Leiden gibt mir entweder mein Selbst oder es zerstört mein Selbst. Du kannst dein Selbst nicht im Erfolg empfangen, du verlierst den Kopf; du kannst dein Selbst nicht in Monotonie empfangen, du murrst. Der Weg dich selbst zu finden ist in den Feuern des Schmerzes. Warum es so sein sollte ist eine andere Angelegenheit, doch dies ist in den Schriften und in menschlicher Erfahrung wahr. Du erkennst immer den Menschen der durch die Feuer des Schmerzes gegangen ist und sich selbst empfangen hat, du bist sicher dass du in Not zu ihm gehen und feststellen kannst dass er reichlich Muße für dich hat. Wenn ein Mensch nicht durch die Feuer des Schmerzes gegangen ist, ist er geneigt verächtlich zu sein, er hat keine Zeit für dich. Wenn du dich selbst in den Feuern des Schmerzes empfängst, wird Gott dich zu Nahrung für andere Menschen machen.