DAS NÄCHSTBESTE ZU TUN
“Suchet, und ihr werdet finden.”
Lukas 11:9
"Ihr bittet, und empfangt nicht, weil ihr verkehrt bittet." Wenn du Dinge vom Leben statt von Gott erbittest, bittest du verkehrt, d. h., du bittest aus einem Verlangen nach Selbstverwirklichung. Je mehr du dich selbst verwirklichst desto weniger wirst du Gott suchen. "Suchet, und ihr werdet finden." Geh ans Werk, enge deine Interessen auf dieses eine ein. Hast du Gott je mit deinem ganzen Herzen gesucht, oder hast du nach einem Stich moralischer Neuralgie nur einen matten Ruf an Ihn gerichtet? Suche, konzentriere dich, und du wirst finden.
"He, jeder der dürstet, kommt zu den Wassern." Bist du durstig, oder selbstzufrieden gleichgültig — so zufrieden mit deiner Erfahrung dass du nichts mehr von Gott willst? Erfahrung ist ein Torweg, kein Ende. Hüte dich deinen Glauben auf Erfahrung zu bauen, der metallische Ton wird sogleich hineinkommen, der richtende Ton. Du kannst niemals einem anderen Menschen das geben was du gefunden hast, doch du kannst ihn heimwehkrank machen nach dem was du hast.
"Klopfet an, und es wird euch geöffnet werden." "Nahet euch Gott." Klopfe an — die Tür ist geschlossen, und du leidest an Herzklopfen während du klopfst. "Reinigt eure Hände" — klopfe etwas lauter, du beginnst zu entdecken dass du schmutzig bist. "Reinigt euer Herz" — dies ist noch persönlicher, du meinst es jetzt verzweifelt ernst — du wirst alles tun. "Seid betrübt" — bist du je vor Gott über den Zustand deines inneren Lebens betrübt gewesen? Kein Faden Selbstmitleid ist übrig, sondern eine herzbrechende Betrübnis des Erstaunens festzustellen dass du die Art Mensch bist die du bist. "Demütige dich" — es ist eine demütigende Angelegenheit an Gottes Tür zu klopfen — du musst mit dem gekreuzigten Dieb klopfen. "Dem der anklopft, wird geöffnet werden."