DIE DISZIPLIN DER BESTÜRZUNG
“Und als sie folgten, fürchteten sie sich.”
Markus 10:32
Am Anfang waren wir sicher alles über Jesus Christus zu wissen, es war eine Freude alles zu verkaufen und uns in einem Wagemut der Liebe hinauszuschleudern; doch jetzt sind wir nicht ganz so sicher. Jesus ist weiter vorn und Er sieht fremd aus: "Jesus ging vor ihnen und sie staunten."
Es gibt einen Aspekt Jesu der das Herz eines Jüngers bis ins Innerste erkalten und das ganze geistliche Leben nach Atem ringen lässt. Dieses fremde Wesen mit Seinem "wie ein Feuerstein gesetzten" Angesicht, und mit ausschreitender Entschlossenheit jagt mir Schrecken ein. Er ist nicht länger Ratgeber und Gefährte, Er wird von einem mir unbekannten Standpunkt in Anspruch genommen, und ich staune über Ihn. Zuerst war ich zuversichtlich Ihn zu verstehen, doch jetzt bin ich nicht so sicher. Ich beginne zu erkennen dass zwischen Jesus Christus und mir eine Entfernung liegt; ich kann nicht länger vertraulich mit Ihm sein. Er ist vor mir und Er dreht sich nie um; ich habe keine Vorstellung wohin Er geht, und das Ziel ist eigentümlich weit entfernt geworden.
Jesus Christus musste jede Sünde und jeden Kummer den ein Mensch erfahren könnte ergründen, und dies lässt Ihn fremd erscheinen. Wenn wir Ihn in diesem Aspekt sehen kennen wir Ihn nicht, wir erkennen keinen Zug Seines Lebens, und wir wissen nicht wie wir beginnen sollen Ihm zu folgen. Er ist weiter vorn, ein sehr fremder Führer, und wir haben keine Kameradschaft mit Ihm.
Die Disziplin der Bestürzung ist im Leben der Jüngerschaft wesentlich. Die Gefahr besteht darin zu einem kleinen eigenen Feuer zurückzukehren und Begeisterung daran zu entzünden (vgl. Jesaja 1:10-11). Wenn die Dunkelheit der Bestürzung kommt, halte aus bis sie vorüber ist, weil daraus jenes Folgen Jesu kommen wird welches eine unaussprechliche Freude ist.