VISION UND FINSTERNIS
“Ein Schrecken großer Finsternis fiel auf ihn.”
Genesis 15:12
Wann immer Gott einem Heiligen eine Vision gibt, stellt Er ihn, sozusagen, in den Schatten Seiner Hand, und die Pflicht des Heiligen ist still zu sein und zuzuhören. Es gibt eine aus einem Übermaß an Licht kommende Finsternis, und dann ist die Zeit zum Zuhören. Genesis 16 veranschaulicht in der Finsternis das Zuhören bei gutem Rat anstelle des Wartens auf Gottes Sendung des Lichts. Wenn Gott eine Vision gibt und Finsternis folgt, warte. Gott wird dich bei deinem Warten auf Seine Zeit der von Ihm gegebenen Vision gemäß machen. Versuche niemals Gott bei der Erfüllung Seines Wortes zu helfen. Abraham ging durch dreizehn Jahre des Schweigens, aber in diesen Jahren wurde alle Selbstgenügsamkeit zerstört; es blieb keine Möglichkeit des Vertrauens auf die Wege des gesunden Menschenverstands. Diese Jahre des Schweigens waren eine Zeit der Zucht, nicht des Missfallens. Pumpe niemals Freude und Zuversicht auf, sondern stütze dich auf Gott (vgl. Jesaja 50:10,11).
Habe ich irgendein Vertrauen auf das Fleisch? Oder bin ich über alles Vertrauen auf mich selbst und auf Männer und Frauen Gottes hinausgekommen; auf Bücher und Gebete und Ekstasen; und liegt mein Vertrauen jetzt in Gott selbst, nicht in Seinen Segnungen? "Ich bin der allmächtige Gott" — El-Schaddai, der Vater-Mutter-Gott. Das eine Ziel der Zucht für uns alle ist die Erkenntnis der Wirklichkeit Gottes. Sobald Gott wirklich wird, werden andere Menschen zu Schatten. Nichts vom Tun oder Sagen anderer Heiliger kann jemals den auf Gott Gebauten beunruhigen.